Hauptseminar |
Ästhetische Theorie von Baumgarten bis Adorno
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Prof. Dr. Gideon Stiening |
Blocktermine (siehe LSF)
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Mit Gottlieb Alexander Baumgartens Ästhetica (1750/58) beginnt eine Tradition philosophischer Bestimmungen der Schönheit und der Kunst, die nicht nur wissenschaftliche Kriterien der Erfassung ästhetischer Gegenstände zu begründen, sondern mit dieser ‚sauren Arbeit des Begriffs’ Einfluss auf die künstlerische Produktion zu nehmen versucht. An den prägenden Beispielen solch ästhetischer Theorie soll diese Entwicklung der Disziplin in gemeinsamer Lektüre nachvollzogen werden. Neben den Standardarbeiten Baumgartens und Lessings werden Texte Kants, Schellings, Hegels, Vischers, Ingardens, Heideggers und Adornos bearbeitet werden.
LITERATUR: Stefan Majetschak: Ästhetik zur Einführung. Hamburg 2007 |
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Proseminar |
Das expressionistische Drama
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Dr. Udo Roth |
Mi 12-14
Schelling 3 RG, 303
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Eine »Kunstwende«, so bezeichnete der Kritiker Herwarth Walden den ›Einbruch‹ des Expressionismus in die literarische Landschaft der vorletzten Jahrhundertwende. Insbesondere das Drama suchte überkommene Kategorien abzulösen und ein neues Theater ohne Rücksichtnahme auf ästhetische Normen, Muster und Vorschriften, ohne kompromissheischende Anpassung an Bühnenpraxis und Theaterbetrieb zu entwerfen. Neben den ›Vorläuferdramen‹ Döblins, Kokoschkas und Kandinskys sollen Dramen von Sorge und Kaiser über die Hasenclever und Toller bis hin zu Brecht, Barlach und Bronnen in den Blick genommen werden, um die neue, eigene Ästhetik und Dramaturgie dieser literarischen Strömung herauszuarbeiten.
LITERATUR: Theorie des Expressionismus (RUB 9817, zur Anschaffung empfohlen); Horst Denkler: Drama des Expressionismus. München 1967; Annalisa Viviani: Das Drama des Expressionismus. München 1970 u.ö.; Silvio Vietta u. Hans-Georg Kemper: Expressionismus. München 1975 u.ö.; Thomas Anz: Literatur des Expressionismus. Stuttgart 2002. Eine detaillierte Lektüreliste folgt nach Anmeldung. |
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Vorlesung |
Der Roman der Goethezeit
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Prof. Dr. Gideon Stiening |
Mo 16-18
Schelling 3 VG, 003
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Gegen Ende des 18. Jahrhunderts steigt der Roman von einer zuvor niederen Gattung zu einem bevorzugten literarischen Reflexionsmedium auf. Schon Wielands Geschichte des Agathons und erst Recht Goethes Leiden des jungen Werther sind für die Zeitgenossen und gelten bis heute als herausragende literarische Erscheinungen, die ‚ihre Zeit in Gedanken fassen‘. Spätestens mit Wilhelm Meisters Lehrjahre nimmt der Roman eine literarische und kulturelle Leitfunktion ein, die erst in den bewegten Zeiten des Vormärz von anderen Gattungen abgelöst wird. An herausragenden Beispielen, wie Schlegels Lucinde, Hölderlins Hyperion, Novalis Heinrich von Ofterdingen und noch Mörike Maler Nolten soll die Spezifität der Gattung und ihre Entwicklungsgeschichte rekonstruiert werden.
LITERATUR: J. W. Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre. Stuttgart 1986, Manfred Engel: Der Roman der Goethezeit. Stuttgart, Weimar 1993 |
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Proseminar |
Deutsch-jüdische Lyrikerinnen im 20. Jahrhundert
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Dr. Chiara Conterno |
Di 09-12
Schelling 7, 004
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Das Seminar will einige der wichtigsten deutsch-jüdischen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts ins Licht rücken: Else Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar, Selma Meerbaum-Eisinger, Nelly Sachs, Mascha Kaléko, Rose Ausländer und Hilde Domin. Das Interesse gilt über die thematischen Schwerpunkte von Exil und Verfolgung hinaus der besonderen Sprach- und Formenwahl, zu der diese Autorinnen gelangt sind. In Anlehnung an Nelly Sachs’ Äußerung „Zwischen Paris und Stockholm läuft der Meridian des Schmerzes und des Trostes“ wäre es interessant, die Suche nach Dialog, nach Kontakt, nach Zuhörern in der Lyrik dieser Autorinnen in Betracht zu ziehen, wobei das Gedicht als eine Art „Flaschenpost“ betrachtet würde. Ebenso könnte es aufschlussreich sein, die Übersetzbarkeit extremer Gefühle von Angst, Schmerz und Vereinsamung zu untersuchen, die sprachlich äußerst schwer darzustellen sind, die aber manchmal, wie im Falle von Nelly Sachs, zu lyrischen Neuschöpfungen geführt haben.
Die Untersuchung der Werke dieser Lyrikerinnen wird sich ferner am Leitfaden folgender Frageperspektiven entwickeln: Welche „Traditionsbildung“ haben diese Lyrikerinnen je für sich vorgenommen, um sich aus der Isolation zu befreien? Wie sind die Parameter von Raum und Zeit poetisch gemeistert worden? Welche seelischen und sprachlichen Transfigurationen hat die Erfahrung von Flucht erfahren? Wie gelingt die Übersetzung extremer Empfindungen in Geste, Bild und Symbol? Welche Rolle spielt die Unsicherheit der Rezeption im Wirkungspotential dieser Lyrik? Und wie manifestiert sich das Schweigen in der Sprachgebung dieser Gedichte? Lassen sich Determinanten einer spezifisch weiblichen poetischen Praxis festmachen?
Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu intensiver Lektüre und Textarbeit im Seminar. Darüber hinaus wird die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet.
LITERATUR: Eine Lektüreliste folgt nach Anmeldung. |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Kurs C)
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Dr. Frieder von Ammon |
Di 08-10, Do 08-10
Schelling 3 RG, 306
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Kurs I)
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Dr. Udo Roth |
Di 08-10, Do 12-14
Schelling 3 RG, 312; Schelling 3 RG, 203
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Kurs J)
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Dr. Udo Roth |
Di 10-12, Do 14-16
Schelling 3 RG, 054; Schelling 3 RG, 312
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Kurs K)
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Dr. Anette Syndikus |
Di 16-18, Do 18-20
Schelling 3 RG, 306
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Kurs L)
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Dr. Anette Syndikus |
Mi 18-20, Fr 16-18
Schelling 3 RG, 306; Schelling 3 RG, 303
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Kurs M)
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Dr. Herfried Vögel |
Mo 14-16, Di 10-12
Schelling 3 RG, 209; Schelling 3 RG, 306
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Sprache und Literatur des Mittelalters (Kurs K)
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Dr. Herfried Vögel |
Mo 12-14, Di 12-14
Schelling 3 VG, 227
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LITERATUR: |
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Einführungsseminar |
Einführung in die Sprache und Literatur des Mittelalters (Kurs L)
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Dr. Herfried Vögel |
Mo 16-18, Di 16-18
Schelling 3 RG, 305
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LITERATUR: |
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Proseminar |
Erasmus von Rotterdam und der Humanismus
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Dr. Anette Syndikus |
Mi 16-18
Schelling 3 RG, 303
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Alle kennen Erasmus-Studenten - aber kaum einer weiß etwas über den Namengeber des Austauschprogramms! Erasmus (1466/69;1536) gilt als bedeutendster Vertreter des europäischen Renaissance-Humanismus; einer Bewegung, die im Rückgriff auf die wiederentdeckten antiken Autoren ein neues Literatur-, Bildungs- und Selbstverständnis entwarf. Vor diesem Hintergrund werden Erasmus' wichtigste Werke behandelt, die aus dem Lateinischen übersetzt sind: die 'Vertraulichen Gespräche' (Diogenes, detebe 23167), die in Dialogform Bräuche, Lebensformen, aber auch philosophische Fragen und zeitgenössische Ereignisse thematisieren, die satirische Schrift 'Lob der Narrheit' (Reclam, RUB 1907), die 'Klage des Friedens' (in Kopie), eine Kritik am Kriegswesen der Zeit, schließlich die 'Adagia', eine Spruchsammlung aus antiker Literatur mit sozial- und kirchenkritischen Exkursen (Reclam, RUB 7918, Auswahl). Weitere Themen sind Erasmus' neues philologisches Textverständnis sowie sein Verhältnis zu Luther und zur beginnenden Reformation. In der gemeinsamen Seminararbeit sollen zusammen mit den Textanalysen auch grundlegende Arbeitstechniken wie Aufbereitung und Auswahl des Stoffes, Gliederung und Argumentation erprobt und geübt werden.
LITERATUR: |
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Übung |
Forschungsübung für B.A.-Kandidaten
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Dr. Frieder von Ammon, Dr. Udo Roth |
Mi 18-20
Schelling 3 RG, 303
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LITERATUR: |
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Hauptseminar |
Geheimbundromane des 18. Jahrhunderts
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Dr. Cornelia Rémi |
Di 08-10
Schelling 3 RG, 309
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So paradox es klingen mag, die Aufklärung ist nicht vorstellbar ohne ihre Geheimnisse, Geheimbünde und diskreten Gesellschaften, in denen aufklärerisches Gedankengut oft offensiver und klarer vertreten werden konnte als in einer politisch und religiös restriktiven Öffentlichkeit. Bald beginnt sich auch die Literatur verstärkt für dieses Phänomen zu interessieren - zunächst in Texten, in denen Mitglieder der Gesellschaften selbst deren zentrale Anliegen diskutieren (wie Lessings Ernst und Falk). Daneben begegnen aber auch stärker literarisierte Auseinandersetzungen, die ihren Gegenstand zum Anlass nehmen, Ängste vor Verschwörungen, unkalkulierbaren politischen Mächten und sogar Verbrechen zu artikulieren - und dabei ihre Leser zugleich spannend zu unterhalten. Hier zeigen sich deshalb auch Parallelen zwischen dem Geheimbundroman und den Gattungen des Abenteuer- oder Schauerromans, die auf die Trivialisierung des Genres im Verlaufe seiner weiteren Entwicklung hindeuten.
Neben Werken wie Schillers Der Geisterseher oder Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre sollen dabei auch weniger bekannte Texte besprochen werden, wie Meyerns Dya-Na-Sore, Hippels Kreuz- und Querzüge des Ritters A–Z sowie Karl Grosses Der Genius.
Jeder Teilnehmer übernimmt - alleine oder mit einer Gruppe - die Co-Moderation einer Seminarsitzung. Im Rahmen dieser Co-Moderation können auch die Thesen der entstehenden Hausarbeiten dem Seminarplenum vorgestellt werden.
LITERATUR: Zur Einführung:
Michael Voges: Aufklärung und Geheimnis. Untersuchungen zur Vermittlung von Literatur- und Sozialgeschichte am Beispiel der Aneignung des Geheimbundmaterials im Roman des späten 18. Jahrhunderts. Tübingen 1987.
Lektürevorschlag: Texte (möglichst schon während der vorlesungsfreien Zeit zu lesen):
Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk (1778).
Friedrich Schiller: Der Geisterseher (1788/89).
Friedrich Wilhelm Meyern: Dya-Na-Sore (1787)
Theodor Gottlieb von Hippel: Kreuz- und Querzüge des Ritters A–Z (1793/94).
http://books.google.de/books?id=GRkQAAAAYAAJ&pg=PP7
Karl Grosse: Der Genius. Aus den Papieren des Marquis C* von G** (1791-1795).
http://www.ub.uni-koeln.de/cdm4/results.php?CISOOP1=all&CISOBOX1=grosse+genius&CISOFIELD1=CISOSEARCHALL&CISOROOT=all
Weitere Texte:
Christoph Martin Wieland: Peregrinus Proteus (1787/88)
Christiane Benedicte Naubert: Herrmann von Unna (1789)
Ludwig Tieck: Abdallah (1795)
Heinrich Zschokke: Die schwarzen Brüder (1791-1802)
Ignaz Aurelius Fessler: Marc Aurel (1791-1792)
Friedrich Eberhard Rambach, Aylo und Dschadina oder Die Pyramiden (1793-1794)
Heinrich Jung-Stilling: Das Heimweh (1794-1796)
Friedrich Wilhelm Meyern: Die Ruinen am Bergsee (1795)
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN658999990 |
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Proseminar |
Karl May
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Dr. Udo Roth |
Mo 12-14
Schelling 3 RG, 303
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»Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet?« Der mit Winnetou, Sam Hawkens, Old Firehand und Tante Droll aufgewachsene Leser Karl Mays wird die von Old Shatterhand gestellte Frage wohl zu beantworten wissen. Vor allem die Winnetou-Trilogie und der Orient-Zyklus um Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar haben das populäre Bild des Radebeuler Literaten entscheidend geprägt. Im Seminar sollen neben diesen ›Klassikern‹ vor allem aber die zahlreichen weniger bekannten Werke Mays in den Blick genommen werden, beginnend mit den frühen, humoristischen, noch vornehmlich in ›heimischen Gefilden‹ spielenden, aber auch schon ›exotische‹ Stoffe behandelnden Erzählungen (Erzgebirgische Dorfgeschichten, Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling) über die zwischen 1892 und 1910 erschienenen Gesammelte Reiseerzählungen (Am Rio de la Plata, Auf fremden Pfaden u.a.) und den zwischen 1887 und 1897 entstandenen, speziell für ein jüngeres Publikum geschriebenen ›Jugenderzählungen‹ (Der Schatz im Silbersee, Der Ölprinz u.a.) bis hin zu den literarisch bedeutenderen Spätwerken (Ardistan und Dschinnistan u.a.), wobei neben den spezifischen Erzählstrategien auch und vor allem die auf das erzählerische Werk Einfluss nehmenden zeitgenössischen Paradigmata wie Nationalismus, Kolonialismus, Rassismus etc. Beachtung finden werden.
LITERATUR: Literatur zur Einführung und Vorbereitung: Karl-May-Handbuch. Hrsg. v. Gert Ueding. 2. erw. u. bearb. Aufl. Würzburg 2001; Christian Heermann: Winnetous Blutsbruder. Karl-May-Biografie. Bamberg 2002; Helmut Schmiedt: Karl May oder Die Macht der Phantasie. München 2011. Eine detaillierte Lektüreliste folgt nach Anmeldung. |
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Proseminar |
Lyrik des 20. Jahrhunderts
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Dr. Erik Schilling |
Mi 14-16
Schelling 3 RG, 203
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Das Seminar möchte sich umfassend der Lyrik des 20. Jahrhunderts zuwenden. Jede Sitzung soll dabei schwerpunktmäßig einem Lyriker oder einer Lyrikerin gewidmet sein. Wir werden u.a. Werke von Stefan George, Rainer Maria Rilke, Georg Trakl, Gottfried Benn, Paul Celan, Ingeborg Bachmann, Nelly Sachs, Peter Huchel, Ernst Jandl, Thomas Kling, Ulrike Draesner und Durs Grünbein untersuchen. Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf poetologische Gedichte richten.
Die lyrischen Werke selbst sollen im Mittelpunkt des Seminars stehen, natürlich jeweils unter Einbeziehung der literarischen und außerliterarischen Kontexte. Zu diesem Zweck werden die Arbeit am Text und die Diskussionen das zentrale Element des Seminars bilden. Dafür sind regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit unerlässlich.
LITERATUR: Eine detaillierte Literatur- und Lektüreliste wird nach Anmeldung bekannt gegeben. |
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Proseminar |
Lyrik des Barock
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Prof. Dr. Gideon Stiening |
Di 08-10
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A U113
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Die Lyrik des Barockzeitalters gehört zu den bedeutenden Leistungen deutschsprachiger Literatur und bietet zugleich für Studienanfänger einen interessanten Einstieg ins Fach. Vor dem Hintergrund bedeutender politik- und sozialhistorischer Umwälzungen sowie sprachgeschichtlicher Veränderungen entsteht eine Lyrik, die sowohl Säkularisierungstendenzen als auch verschärfte Sakralisierungen sprachlich zu gestalten vermag. In gemeinsamer Lektüre und Interpretation sollen die Gedichte der herausragenden Autoren der Epoche besprochen werden.
LITERATUR: Gedichte des Barock. Hg. v. Ulrich Maché u. Volker Meid. Stuttgart 1986 |
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Kandidatenkolloquium |
Minnesang
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Dr. Herfried Vögel |
Di 18-21
Schelling 3 RG, 210
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LITERATUR: |
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Oberseminar |
Oberseminar
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Prof. Dr. Friedrich Vollhardt |
Di 18-21
Schelling 3 RG, 306
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LITERATUR: |
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Übung |
Übung zur VL "Der Roman der Goethezeit"
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Prof. Dr. Gideon Stiening |
Mo 18-19
Schelling 5, 204
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LITERATUR: |
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Proseminar |
Weiße Frauen, kopflose Mönche - Spuk in der Literatur des 19. Jahrhunderts
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Dr. Udo Roth |
Mo 08-10
Schelling 3 VG, 227
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Bereits 1824 deduziert in Heines Harzreise dem vor Furcht wie Espenlaub zitternden Reisenden ein Gespenst mithilfe von Kants Kritik der reinen Vernunft, dass es gar keine Gespenster gebe. Dennoch sind Spukgeschichten nach wie vor aktuell. Jüngst verschreckte in der englischen Grafschaft Surrey ein kopfloser Mönch mehrere Arbeiter und verhinderte so den Bau einer Wildwasserbahn, im Ebersberger Forst geht seit Jahren an der Staatsstraße 2080 in Nähe der Hubertuskapelle eine Weiße Frau als Anhalterin um. Letztere Geschichte greift, in ihrer Ausformung als urbane Legende, motivische und erzählstrategische Momente auf, die – in je unterschiedlicher Ausformung – auch für die Gespenster- und Geistergeschichten des 19. Jahrhunderts konstitutiv sind. Im Seminar sollen jene Ausformungen, die motivgeschichtlichen Wandlungen und ›epochen‹spezifischen Erzählstrategien und -strukturen auf der Grundlage der ›Höhenkammliteratur‹ (Kleist, E.T.A. Hoffmann, Storm u.a.), sondern auch der »literarischen Unterschicht«, die »allenfalls lesersoziologisch, aber nicht literarisch von Interesse« ist (von Wilpert), ebenso herausgearbeitet werden wie die möglichen (literarischen) Begründungstheorien für die Existenz bzw. Nichtexistenz von Geistern und Gespenstern.
LITERATUR: Literatur zur Einführung und Vorbereitung: Gero von Wilpert: Die deutsche Gespenstergeschichte. Motiv – Form – Entwicklung. Stuttgart 1994; Wolfgang Trautwein: Erlesene Angst. Schauerliteratur im 18. und 19. Jahrhundert. Systematischer Aufriß, Untersuchungen zu Bürger, Maturin, Hoffmann, Poe und Maupassant. München u.a. 1980. Eine detaillierte Lektüreliste folgt nach Anmeldung. |
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